Tripreport: Ryanair STR-MAN

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Im September dieses Jahres ging es für mich im Rahmen einer Studienfahrt meiner Stufe nach Manchester. Da Ryanair als einzige Airline einen Direktflug anbot, fiel die Entscheidung meiner Lehrer Ryanair zu buchen.

Als Gruppe 10-Euro-Tickets? – Vergesst es!
Für den Hin- und Rückflug mit zugebuchten Gepäck und Sitzplatz haben wir inklusive Zahlungsgebühren für die Kreditkarte knapp etwas über 230 Euro pro Person bezahlt! (und das mit langer Vorausbuchung und ohne Verpflegung!) Für diesen Preis hätten wir sogar LH Cityline fliegen können, kamen wir zum Schluss, aber gut gebucht ist gebucht.

Beim Check-In begrüßte mich ein freundlicher Mitarbeiter und nahm mein Aufgabegepäck an und gab mir einen “Free Gate-Check-Tag” für meinen Handgepäck-Trolley. Vor dem Boarding in Stuttgart ging ich dank meines airberlin Gold-Status noch in den exklusiven Wartebereich (“aircafé”), um einen Kaffee und eine Cola zu trinken. Zeitschriften gab es jedoch leider aufgrund der Insolvenz nicht mehr.

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Nun zum Flug selbst:

Vor dem Boarding muss man am Gate noch durch eine Passkontrolle, da ich jedoch relativ spät, dank meines Aufenthalts im aircafé, ankam musste ich nicht lange anstehen, da die meisten bereits am Gate warteten. Beim Boarding selbst wurde nochmals der Pass kontrolliert und wir konnten schließlich zum Flugzeug laufen. Nach dem obligatorischen “Boarding Completed” kam es dank angeblichen “documentation issues” eines Passagiers zu einer Verzögerung von knapp einer Stunde, doch dann hieß es schließlich: “Take-off”!

Sicherheitsanweisungen und die Ankündigung von Verkaufsveranstaltungen wurden vom Band auf Englisch als auch Deutsch mitgeteilt. Da dies mein erster Flug mit Ryanair war, und ich das komplette Ryanair-Experience erleben wollte, bestellte ich mir eine Lasagne im Lunch-Special mit einer Packung nutella to-go und einen Eistee für 10 Euro.

Die Lasagne war ein frei verkäufliches Aufwärmprodukt, der Geschmack jedoch ausreichend, wenn auch nicht überragend, preislich jedoch deutlich zu hoch angesetzt, wenn man den außerordentlich hohen Ticketpreis bedenkt.

Der Sitzabstand, als auch die Breite sind für mich, einem über 1,90m großen Menschen, viel zu klein, sodass die Knie doch sehr gestaucht werden mussten, dies wurde noch durch die geringe Sitzbreite verschlimmert.

Kurz vor der Landung wurden noch die berühmten “Rubbellose für den guten Zweck” verkauft, wobei man eine minimale Chance auf 1.000.000 Euro hatte.

Nach der Landung nutzte ich zur Einreise die sogenannten E-Gates, automatisierte Passkontrollschleusen, wodurch der Prozess sehr schnell, angenehm und einfach ablief. Auch der Gate-Checked-Bag und das Aufgabegepäck kam nach nicht einmal 10 Minuten an.

Aufgrund der hohen Flugkosten, nutzten wir die YHA Manchester, eine Jugendherberge direkt an den Docks. Dies bot eine rudimentäre Ausstattung, welche sich jedoch nicht mit einem Hotel vergleichen lies.

Die Rückreise mit Ryanair verlief ähnlich, jedoch ist es suboptimal, dass das Gate erst ein paar Minuten vor der offiziellen Gate-Schließung mitgeteilt wurde. Außerdem war es nicht sehr angenehm sich fast 20 Minuten in einem dunklen und nicht belüfteten Treppenhaus aufzuhalten, vor allem weil es keinerlei Informationen über den Verbleib des Flugzeugs gab.

Alles in allem lässt sich sagen, dass das Produkt durchaus bei günstigen Preisen empfehlenswert sein kann.

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