Tripreport: Über die Schnellbahnstrecke “VDE 8” in den Norden von Deutschland!

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Meine Reise der letzten drei Tagen mag etwas seltsam sein, aber Bahnfahren macht doch immer wieder Spaß. Aus diesem Grund habe ich wohl das verrückteste Routing für eine Reise von Stuttgart nach Kiel gewählt. Von Stuttgart geht es über Ulm nach München. Natürlich nur, um direkt die neue Schnellbahnstrecke VDE8 (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8) von Nürnberg nach Berlin zu testen. In München hatte ich knapp 1 1/2 Stunden Aufenthalt, die ich im Wartebereich der Bahn verbracht habe. Diesen kann ich auf jeden Fall empfehlen, die Sessel sind sehr angenehm. Zudem ist ein öffentliches Klavier vorhanden, an dem jede Person seine Talente zum Ausdruck bringen und dabei den Bahnhof mit entspannter Musik beschallen kann. Sehr schöne Idee!

Weiter geht es dann mit dem ICE 3 Sprinter in unter vier Stunden nach Berlin und der neuen ersten Klasse, die dort vorhanden ist. Die Fahrt ist nicht nur wegen der kurzen Reisezeit interessant, auch die schöne Landschaft (vor allem im Winter) ist es Wert. Wenn man sich nicht in einem der unzähligen Tunnel auf der Strecke befindet, hat man von den vielen Brücken auf der Strecke eine gute Aussicht. Die anfänglichen technischen und zeitlichen Probleme der Bahn scheinen behoben zu sein, denn bei den beiden Fahrten auf der Strecke gab es keine Verzögerungen im Fahrverlauf. In Berlin bin ich in 1 1/2 Stunden kurz ins Regierungsviertel gelaufen und habe meine Zeit dort verbracht.

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Nachdem ich noch einige Fotos des Sonnenuntergangs geschossen habe, bin ich weiter als “Schwarzfahrer” (mit einem Sparpreis erste Klasse Ticket in der zweiten Klasse) von Berlin Hbf mit dem EC nach Kiel Hbf gefahren. Trotz einer Fahrtzeit von knapp 12 Stunden erreichte ich Kiel pünktlich.

Übernachtet habe ich die zwei Nächte in der etwas kleineren Jugendherberge in Kiel. Da ich Hostels / Hotels sowieso nur zum Schlafen nutze, benötige dort keinen großen Komfort, daher sind Hostels eigentlich immer ausreichend. Trotzdem habe ich ganz gerne ein eigenes Zimmer für mich.

In Kiel haben uns eisige Temperaturen erwartet, verstärkt durch den kalten Wind. Da wir recht spät ankamen, haben wir erst am nächsten Tag unsere Tour gestartet.
Angeschaut haben wir uns die Hörnbrücke (die weltweit einzige Dreifeldzugklappbrücke), den Hafen in Kiel, den See “Kleiner Kiel”, das Rathaus und sind dann noch ein bisschen durch die Einkaufsmeile in Kiel gelaufen. Aufgrund der Kälte haben wir häufig eine Pause eingelegt, um uns wieder aufzuwärmen. Zu Mittag haben wir im Vapiano gegessen (mit kostenlosem “Black”-Status über die Xing-Probemitgliedschaft) und waren später noch im Cafe. Gegen Nachmittag sind mir mit dem Bus noch hoch zum Nord-Ostsee-Kanal gefahren, um dort die Schleuse an einer dafür eingerichteten Aussichtsplattform zu beobachten. Als einzige Verbindung über den Seeweg zwischen Nord- & Ostsee sind dort auch sehr viele Containerschiffe zu sehen. Abends haben wir über TooGoodToGo noch sehr preiswert im dean&david gegessen, kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Gerne hätten wir auch noch den Mediendom angeschaut, allerdings waren keine Vorführungen an unserem Besuchstag geplant.

Für den nächsten Tag haben wir uns ein Schleswig-Holstein Ticket gekauft, um zuallererst auf der sehr idyllischen Bahnstrecke (leider noch mit Diesel betrieben) nach Lübeck zu fahren. Dort haben wir eine kurze Citytour gemacht, u.a. haben wir das Holstentor, die Kathedrale, das Rathaus, das Burgtor und die Hubbrücken angeschaut. Unser Gepäck hatten wir während dieser Zeit in den Schließfächern am Bahnhof gelassen. Die Tour in Lübeck hat mit Mittagessen knapp vier Stunden gedauert, dann sind wir weiter nach Hamburg gefahren. Dort haben wir unser Gepäck erst einmal im A&O Hostel verstaut, um dann eine kleine Hafenrundfahrt mit der Fähre (kostenfrei mit dem Schleswig-Holstein Ticket) zu machen. Nachdem wir die stark gestiegenen Preise für Nordseekrabbenwecken feststellen mussten, haben wir noch die Elbphilharmonie besucht. Die Rolltreppe ich natürlich ein Highlight, so wie auch die Aussicht bin Nacht. Hamburg ist schon eine sehr schöne Stadt, auch wenn nicht jeder Stadtteil der Modernste ist.

Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück im A&O Hostel weiter mit einem Taxi zum Bahnhof und die gleiche Strecke wie am Hinweg wieder zurück.

Alles in allem muss ich sagen, dass sich der Kurztrip auf jeden Fall gelohnt hat. Ich besuche Städte lieber etwas kürzer und sehe das wichtigste als dort mehrere Tage zu verbringen. Ich schaue mir dann lieber mehrere Städte an.

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